Chronik der Schnocken

Die „Fooschenoochd“ hat in der alten Messestadt Königshofen eine langeTradition. Zwar lassen sich aufgrund der Zerstörungen im zweiten Weltkrieg so gut wie keine Unterlagen finden, doch darf davon ausgegangen werden,daß auch hier der Winter mit faschingsähnlichen Bräuchen vertrieben wurde. Die „ Schnock“, das Wappentier des Königshöfer Faschings, fühlt sich auf jeden Fall seit Generationen hier heimisch. Warum gerade die „Schnock“ zum Symbol der Königshöfer wurde, darüber darf spekuliert werden, doch wird den Königshöfer nachgesagt, sich, wie auch die „Schnocken“, nicht so leicht unterkriegen zu lassen.Nach dem Krieg begannen die örtlichen Vereine und Gruppierungen nachweislich mit Faschingsveranstaltungen, wie man sie heute noch kennt. So erschien auch bereits 1950 die erste Ausgabe der Narrenzeitschrift „Die Schnock“. Dieses „größte amtliche Informationsblatt der Narren" von Schnockenhofen und Umgebung ( so der Titel der Erstausgabe ) hat, mit Unterbrechungen, bis heute Tradition. In ihm konnte man Kuriositäten und vieles mehr aus dem Königshöfer Stadtleben nachlesen. Obwohl es noch keine organisierte Faschingsgesellschaft gab, wurde dank der Initiative von Vereinen und Clubs bereits Veranstaltungen wie Inthronisationen und Bällen abgehalten. Aus dieser Zeit stammt auch der Ursprung des weit über die Stadtgrenzen bekannten „Lumpenballs“ von Königshofen. 1969 erfolgte dann die Gründung des ersten Narrenclubs durch acht Königshöfer Bürger. Als erster Präsident fungierte Josef Kemmer. Noch unter seiner Führung wurde der Club 1971 in einen eingetragenen Verein umgewandelt und zeichnet sich seitdem als Karnevalsgesellschaft Königshofen e.V. für die Durchführung der jährlichen Kampagne verantwortlich. „Aller Anfang ist schwer“, diese Sprichwort traf auch für den jungen Verein zu. So gab es in den ersten 13 Jahren fünf  Wechsel in der Vereinsspitze. 1985 übernahm dann mit Erwin Jaufmann ein Präsident das Ruder des Königshöfer Narrenschiffs, der mit neuen Ideen frischen Wind in dessen  Segel blies. Unter ihm wurde ein großer Prunkwagen angefertigt und die heutige Standarte des Vereins angeschafft. Der Beitritt als 37igstes Mitglied zum Narrenring Main-Neckar e.V. war äußeres Zeichen des Aufwärtstrends bei den „Schnocken“. Als Erwin Jaufmann 1989 aus gesundheitlichen Gründen das Steuer aus der Hand geben mußte, geriet der Verein derart in unruhiges Fahrwasser, daß er völlig unterzugehen drohte. Ende 1992 versammelte dann Andreas Sack, Sohn des Gründungsmitglieds Adolf Sack, eine Truppe junger Leute um sich, welche bereit waren, die Tradition der Königshöfer Fastnacht fortzuführen. Die komplette Vorstandschaft wurde ersetzt und die ersten Saison mit der Unterstützung der örtlichen Vereine gemeistert. Andreas Sack lenke den Verein über das 25-jährigen Bestehen bis zum 33-jährigen Jubiläum 2002. Nach der Amtsrekordzeit von 11 Kampagnen gab Andreas Sack das Amt des Präsidenten ab. Als Nachfolger fand sich der Wahlkönigshöfer Karl Bairle. Unter seiner Führung wurden die Tauberhexen im Jahre 2003 in die Satzung der KGK aufgenommen und die alte Figur der fränkischen Fastnacht erneut zum Leben erweckt. Nach dem Rücktritt von Bairle meldeten sich zwei „alte Hasen“ der Königshöfer Fastnacht und übernahmen das Erbe der Karnevalsgesellschaft; Reiner Heinze (1.Vorstand) und Elke-Maria Müller-Schreck ( 2.Vorstand/ Sitzungspräsidentin) übernahmen im Mai 2006 die Führung des Vereins. Zusammen mit erfahrenen Königshöfern ( u.a. Andreas Sack ) aber auch mit vielen jungen Gesichtern blickt man optimistisch in die Zukunft und mit dem Schlachtruf „Schnocke voran“ ist die Richtung für die kommenden Jahre vorgegeben. Im Jahr 2008 feiern die Tauberhexen mit ihrem Zunftmeister, Heiko Schreck, ihr 5- jähriges Bestehen. Auch für die Saison 2009 steht schon die nächste Taufe zweier Neuhexen ins Haus. Im Jahre 2012 wurde unter der Leitung von Andreas Sack erstmalig ein Kinderelferrat ins Leben gerufen.